Inkarnation

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Gott kommt „ins Fleisch“ (Inkarnation), er wird Mensch in Jesus – wie erkläre ich das? Ist das wichtig oder Theologengeschwätz?


Jesus in Girona
Jesus - Jesus in Girona
Im Jahr 2009 waren wir mit der Familie im schönen Girona, Katalanien in Spanien. Eine alte Stadt. Vom Fluss Onyar, an dem eine wunderschöne Häuserfront steht, zieht sich die Stadt den Berghang hinauf. Dort gibt es das verwinkelte, geschichtsträchtige jüdische Vierte. Weiter oben liegt die Kathedrale Santa Maria mit einem berühmten Teppich aus dem Mittelalter. Noch weiter oben, auf dem Kapuzinerberg liegt die Ruine einer alten Festung. Auf dem Weg dorthin stießen wir auf eine kleine Kapelle, in der auf dem Boden ein Fußabdruck eingelassen ist. Laut Inschrift soll dort im Jahr 1975 in einer Nacht ein Fußabdruck des Herrn Jesus Christus gefunden worden sein – durch ein Nagelmal und Blut eindeutig als solcher erkannt. Die Kapelle – voller Devotionalien – hält dieses „Wunder“ in Erinnerung. Als ich das gesehen habe, war ich innerlich voll Zorn: Jesus kommt auf diese Erde und hinterlässt nur einen Fußabdruck? Eine Großstadt mit 100.000 Einwohnern, mit Menschen in Not, mit Krankenhäusern, Altenheimen, alleinerziehenden Müttern, Jugendarbeitslosigkeit, psychisch kranken Menschen, Kriminellen, Drogenabhängigen, Migranten und was weiß ich noch – aber Jesus hinterlässt nur eine Fußabdruck, eine Ermutigung für die frommen Seelen? Wie enttäuschend, wie überaus belanglos und frustrierend! Wie gut, dass Jesus einmal wirklich in diese Welt gekommen ist, tief eingetaucht und ihr Teil geworden. Das alleine ist ein Glaube, der etwas bedeutet und etwas verändert! (Christian Pestel, 25.12.2011)

Jesus, komm herunter
Rio de Janeiro, Brazil : Aerial view of Christ and Botafogo Bay from high angle
Der Corcovado ist 710 m hoch.. Zu seinen Füßen liegt die Stadt Rio de Janeiro mit über 6 Mio Einwohnern. Dort gibt es die schöne Copacabana und die schmutzigen Favelas, den berühmten Karneval und berüchtigte Kriminalität. Es gibt den Atlantischen Ozean und, wie gesagt, den Corcovado. Zu ihm hinauf führt ein steiler Weg mit 220 Stufen. Und oben steht die bekannte Christus-Statue „Christus vom Corcovado“. Sie ist 1931 gebaut worden und 35 Meter hoch. Millionen Menschen pilgern jährlich zu ihr hinauf.
John Stott erzählt folgende Geschichte: Ein Mann aus den Favelas in Rio stieg hinauf zu der berühmten Christus-Statue. Dort, weit über der Stadt, tritt er zu Jesus und sagt: „Ich bin zu dir hinaufgestiegen, Christus, von den überfüllten, schrecklichen Vierteln da unten, um dir in Ehrerbietung diese Bitte vorzulegen: Da unten sind hunderttausende von uns in den Slums…. und du …. bleibst hier oben auf Corcovado in göttlicher Herrlichkeit? Komm herunter in die Favelas. Bleib nicht weg von uns; lebe bei uns und wecke neu unseren Glauben an dich und den Vater. Amen.“

 
Der Regisseur in seinen eigenen Filmen
Eines von Alfred Hitchcock´s Markenzeichen als Regisseur waren seine Auftritte in seinen eigenen Filmen. In einem Großteil seiner Filme hat er selbst in zumeist winzige Augenblicke in Szene gesetzt. In dem Film „Liveboat“ (1944) etwa taucht er in der Werbung „Reduco“, für Gewichtsreduzierung auf, die William Bendix liest.
Solche Gastauftritte bekannter Schauspieler oder Persönlichkeiten werden in der Filmbranche „Cameo´s“ genannt. Unter Hitchcock-Fans gelten diese Schmankerl meist als Höhepunkte und die Suche nach dem Regisseur gilt als eine Herausforderung (Informationen und Bilder im Internet mit den Suchbegriffen („Cameo“ und „Hitchcock“).
Gott ist in der Person seines Sohnes Jesus Christus auch in seiner eigene Schöpfung eingegangen. Und er wartet darauf, dass wir ihn entdecken, auf ihn aufmerksam werden. Manche stoßen auf ihn, indem sie gezielt nach ihm suchen – wie der Kaufmann, der mit kostbaren Perlen handelt. Andere stoßen ganz zufällig auf ihn – wie der Bauer, der beim Alltagsgeschäft einen Schatz findet. (Christian Pestel; 17.4.2010)

Sprüche zu „Inkarnation“
* „Was immer Gott bewogen haben mag, den Menschen zu schaffen, wie er ist – beschränkt und leidend, dem Schmerz und dem Tode unterworfen -, er hat den Anstand und den Mut, die von ihm verordnete Medizin auch selbst zu schlucken. Welches Spiel er immer spielen mag mit seiner Schöpfung, er hat sich an seine eigenen Regeln gehalten und mitgespielt. Er verlangt nichts vom Menschen, was er nicht zuerst von sich selbst verlangt hat. Er hat alle menschlichen Erfahrungen durchlaufen: von den alltäglichen Ärgerlichkeiten des Familienlebens und dem hemmenden Druck der körperlichen Arbeit und Armut bis zu dem Furchtbarsten des Schmerzes, der Erniedrigung, der Niederlage, der Verzweiflung und des Todes. Als er ein Mensch war, da war er es ganz.“ (die Krimi-Autorin Dorothy L.Sayers in ihrer kurzen Schrift „Das größte Drama aller Zeiten“, hg. von Karl Barth. Ev. Verlag Zollikon 1959, S.12)


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